Häufige Fragen zur Solaranlage
Anleitungen
- Dachausrichtung und Neigungswinkel bestimmen – Dachausrichtung per Satellitenkarte, Sonnenstand oder Handy-Kompass ermitteln, Neigung messen – und was jede Abweichung von Süden an Ertrag kostet.
- Von kWp zu kWh: den Solarertrag berechnen – Wie viele Module für 4.000 kWh? Die komplette Rechenkette von der Modulleistung zum Jahresertrag, mit Standortwerten für Deutschland und der 60-Prozent-Regel.
- Speicher und Autarkiegrad richtig auslegen – Wie groß muss der Batteriespeicher sein und welcher Autarkiegrad ist realistisch? Faustregeln, Rechenbeispiel und wann sich ein Speicher wirklich lohnt.
- Balkonkraftwerk: Ertrag berechnen und richtig ausrichten – Was ein 800-W-Balkonkraftwerk senkrecht am Geländer liefert – je Himmelsrichtung nachgerechnet mit PVGIS, dazu Rechtslage 2026, Verschattung und Anmeldung.
Häufige Fragen
Welche Dachausrichtung ist optimal für eine Solaranlage?
Die optimale Ausrichtung für Solarmodule ist Süden (180° Azimut). Abweichungen von bis zu 45° nach Ost oder West reduzieren den Ertrag nur um etwa 5–10 %. Selbst reine Ost- oder Westdächer erreichen noch ca. 80 % des maximal möglichen Ertrags.
Welcher Neigungswinkel bringt den höchsten Solarertrag?
In Mitteleuropa liegt der optimale Neigungswinkel für Photovoltaikmodule bei 30–35°. Flachere Neigungen (15–20°) erzeugen im Sommer mehr, steilere (40–50°) im Winter. Der jährliche Unterschied zwischen 20° und 40° beträgt meist weniger als 5 %.
Wie viel Strom erzeugt eine Solaranlage pro kWp im Jahr?
In Deutschland erzeugt eine optimal ausgerichtete Solaranlage etwa 900–1.100 kWh pro kWp und Jahr. In Süddeutschland und Österreich sind bis zu 1.200 kWh/kWp möglich, in Nordeuropa eher 800–950 kWh/kWp. Der genaue Wert hängt von Standort, Dachausrichtung, Neigung und Verschattung ab.
Was bedeutet Autarkiegrad bei einer Photovoltaikanlage?
Der Autarkiegrad gibt an, wie viel Prozent des eigenen Stromverbrauchs direkt durch die Solaranlage gedeckt wird. Bei einer Anlage mit rund 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch liegt er ohne Speicher bei 30–40 %, mit einem Speicher von rund 1 kWh je 1.000 kWh bei 55–65 %; größere Anlagen und Speicher erreichen 70–80 %. Der Rechner zeigt den Wert für deine Eingaben. Je höher der Eigenverbrauchsanteil, desto wirtschaftlicher arbeitet die Anlage.
Lohnt sich ein Batteriespeicher für meine Solaranlage?
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchs- und Autarkiegrad deutlich. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch und 4 kWp auf einem Süddach steigt der Autarkiegrad laut Rechner von rund 35 % ohne Speicher auf 56–59 % mit 2,7 kWh und 68–74 % mit 5 kWh (Hamburg bis München). Ob sich der Speicher finanziell lohnt, hängt von den Strompreisen, den Speicherkosten und der Einspeisevergütung ab.
Mit welchen Daten rechnet SolarFinder?
Sofort mit einer Schätzung aus dem Breitengrad des Standorts. Ein bis zwei Sekunden später lädt der Rechner stündliche Einstrahlungsdaten von PVGIS (Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission) für Ort und Ausrichtung und simuliert damit das ganze Jahr Stunde für Stunde, samt Speicher und Wechselrichter – Wetterjahr 2019, 18 % Systemverluste. Nur ohne Verbindung zu PVGIS bleibt es bei der Schätzung; der Ausdruck nennt die verwendete Datenbasis. Die Amortisation teilt den Gesamtpreis durch die jährliche Ersparnis. Als Gesamtpreis ist der Shoppreis eines Bausatzes passend zu Anlagen- und Speichergröße voreingestellt, ohne passenden Preis eine als Schätzung gekennzeichnete Voreinstellung – oder du trägst deinen eigenen Wert ein.